Carlo Levi
Carlo Levi wurde 1902 in Turin als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte Medizin und schloß sich schon früh der linksintellektuellen, antifaschistischen Arbeiterbewegung an. Später sollte er zu einer der führenden Persönlichkeiten des italienischen Widerstandes werden. Noch während des Studiums wendet er sich der Malerei zu und arbeitet bis zum Verbot seiner Bilder in Italien erfolgreich als Maler. Mitte der zwanziger Jahre geht er in den Untergrund, wird 1935 verhaftet und in die Verbannung nach Süditalien geschickt. Diese Erfahrung inspiriert ihn zu seinem ersten Roman, Christus kam nur bis Eboli (1945). Nach der Befreiung Italiens leitet er in Rom die linksliberale Tageszeitung Italia Libera. 1950 veröffentlicht er seinen zweiten und letzten Roman L'Orologio. Weitere Aufsätze und Tagebücher von Reisen nach Sardinien, Sizilien, Deutschland und in die Sowjetunion erscheinen. Lebt bis zu seinem Tod 1975 als Maler und Feuilletonist.
»Es gab noch eine Zeit, in der alle Menschen sich miteinander und mit der Welt eins gefühlt, dem Tod ins Auge geblickt und in Eintracht gelebt hatten.« aus: »Die Uhr«