Grigori Kanowitsch
Grigori Kanowitsch wurde 1929 als Sohn eines jüdischen Schneiders in Jonava, einem kleinen Ort unweit der litauischen Stadt Kaunas, geboren. Noch während seines Slawistikstudiums begann er zu schreiben. Er veröffentlichte Gedichtbände, Romane, Filmszenarien, Theaterstücke und übersetzte. Mit seinen in russischer Sprache geschriebenen Romanen setzte er dem vom Aussterben bedrohten litauischen Judentum ein Denkmal. Seine Romane erschienen in zwölf Sprachen. Vielfach wurden sie in Litauen, Israel und Russland ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt er 2014 den Litauischen Nationalpreis für Kunst und Kultur. Seit 1993 lebt er mit seiner Frau in Israel. In deutscher Sprache sind erschienen: „Kerzen im Wind“ (1984, 1993, 2014 unter dem Titel „Ewiger Sabbat“), „Tränen und Gebete der Einfältigen“ (1985, 1992), „Sklaven winkt kein Paradies“ (1985) und „Ein Zicklein für zwei Groschen“ (1990).