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Iwan Turgenjew
Iwan Turgenjew wurde 1818 im mittelrussischen Oriol geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er auf dem Stammgut der Mutter, einer tyrannischen und hartherzigen Frau. Als Fünfzehnjähriger bezog er die Universität und studierte in Moskau, dann in Petersburg und von 1838 bis 1841 in Berlin. Nach Russland zurückgekehrt, widmete er sich ganz seiner schriftstellerischen Arbeit. 1847-1850 hielt er sich erneut im Ausland auf, vorwiegend in Frankreich. 1852 erschienen "Die Aufzeichnungen eines Jägers" erstmals als Buchveröffentlichung und wurden bald darauf ins Französische und Deutsche übersetzt. 1863 verließ Turgenjew endgültig Russland, wohin er nur noch besuchsweise zurückkehrte. Er siedelte nach Baden-Baden über, in die Nähe der berühmten französischen Sängerin Pauline Viardot, mit der ihn eine tiefe Zuneigung verband. Als die Familie Viardot 1871 für immer nach Frankreich zurückkehrte, folgte er ihr, um weiterhin in ihrem Umkreis leben zu können. Gemeinsam erwarben sie ein Gut in Bougival bei Paris, wo Turgenjew 1883 starb. Beigesetzt wurde er in Petersburg, neben dem Grab von Belinski. Als erster russischer Schriftsteller erlangte Turgenjew noch zu Lebzeiten Weltruhm. Seine Romane und Erzählungen, wie "Ein Adelsnest", "Väter und Söhne", "Erste Liebe" und "Frühlingsfluten", wurden zum Inbegriff klassischer Erzählkunst.
»Ein echtes Talent dient niemals fremden Zielen und findet nicht in sich selbst Befriedigung.«
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