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Manfred Bofinger
Manfred Bofinger wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur machte er eine Schriftsetzerlehre, war von 1961-1968 Typograf beim "Eulenspiegel" und ist seit 1968 freiberuflicher Cartoonist, Grafiker und Autor vorwiegend Kinderbücher. Er erhielt 1981 den Kunstpreis, 1987 den Goethepreis der Stadt Berlin, 1989 den Hans-Baltzer-Preis. 2002 wurde er für sein Werk mit der Rahel-Varnhagen-Medaille ausgezeichnet.
Seit 1991 arbeitete er auch als Bilderbuch-Autor. Er verstarb am 8. Januar in Berlin.
»Die Tüte war so wunderbar, dass ich mich heute an kein Stück vom Inhalt erinnere.«
aus: »Der Krumme Löffel. Miniaturen einer Kindheit«
© Karoline Bofinger
»Spaß auf verschiedenen Verständnisetagen macht Heinrich Hannovers Sammlung von Vorlesegeschichten, die der Aufbau-Verlag neu zusammengestellt und Manfred Bofinger illustriert hat. Allein schon das: Da stehen die beiden Figuren aus der Geschichte "Die untreue Maulwürfin", die den Titel für die ganze Sammlung hergegeben hat. Sie im blassrosa Bikinioberteil mit lavendelfarbenen Blüten und dazu passendem Rock, über dessen Bund ihr dicker Bauch schwabbelt, weil der Rockbund nämlich unter dem Nabel endet. Korallenrot lackiert die Krallen an Füssen und Händen.
Er trägt eine Brille. Eine Blindenbrille, genauer gesagt. Und die Geschichte, die das Buch dazu erzählt, ist gereimt und geht, kurz gefasst, so: Der Maulwurf sieht nicht, dass seine Maulwürfin sich schön macht für ihn. Also verlässt sie ihn und will nach Brasilien. Über den neuen Mann, den sie dort findet, ist sie enttäuscht, weil er genauso blind ist wie der alte, aber dem bleibt sie treu: "Er war nicht besser, aber neu."
Kinder und Erwachsene werden auf unterschiedliche Weise über diese Pointe erkenntnisschwer lächeln.
Der kleine Bund, Schweiz (16.12.200)«
Der kleine Bund, Schweiz
»Ein Hauch kästnerischer Moral, verpackt in den Geist der späten sechziger und siebziger Jahre, das tritt einem im Band "Die untreue Maulwürfin" von Heinrich Hannover entgegen - mit gesammelten Geschichten, mit bunten, humoristischen Zeichnungen von Manfred Bofinger. Das Unglaubliche, das kühn Erfundene, das keck Verdrehte und das nett Verspielte verweisen darin vor allem auf sich selbst. Nicht traumtänzerische Nachdenklichkeit dominiert diese kurzen, anekdotenhaften Erzählspiele, sondern so etwas wie nüchterner Humorismus. Gepaart mit einer Moral, die sich am Lebensalltag misst. Das ist geeignet, um mit Kindern gelesen zu werden. Denn ob es sich nun um das hochsprungbesessene Pferd Schwuppdiwupp, um verschiedene Nachtausflüge des Mondes oder um Frau Butterfelds "singendes" Hotel handelt, die Geschichten lassen sich einfach mit kindlichen Alltagserfahrungen erklären oder sogar spielerisch umsetzen.«
Neue Zürcher Zeitung
»Hannovers Geschichten sind Klassiker, zeitlos. Sie knüpfen am allzu menschlichen Alltag an, sind fantastisch und absurd, hintersinnig, hier mit einem Funken makabrer Bosheit, da einfach übermütig, dort auch, "O-Bibbele-babbele-bobbele", kinderversähnlich gereimt.
M. Bofingers Strichfigürchen und kolorierte Zeichnungen sprechen dieselbe Sprache wie Hannover, sind knapp und treffsicher. So neu gebunden illustriert wird aus der Geschichtensammlung ein kleines, dauerhaftes Hausbuch. «
Hannover, Heinrich
»Der von Manfred Bofinger illustrierte Band enthält 37 kuriose und skurrile Geschichten zum Vorlesen. ...zum Lachen und Weiterspinnen...«
Hannover, Heinrich
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