Viktor Nekrassow
Viktor Nekrassow wurde 1911 in Kiew als Sohn eines Arztes geboren. Er besuchte eine Fachschule für Eisenbahnbau, studierte Architektur und arbeitete als Architekt, Schauspieler, Regisseur und Bühnenbildner. Im Zweiten Weltkrieg war er zuerst Führer eines Pionierzuges, später Regimentsingenieur und stellvertretender Kommandeur eines Pionierbataillons. Er nahm an der Schlacht bei Stalingrad teil, wurde 1944 verwundet und begann im Lazarett seinen Roman "Stalingrad" zu schreiben, der 1946 erschien (1956 unter dem Titel "Die Soldaten" verfilmt). Nekrassow wurde in den Schriftstellerverband aufgenommen; 1947 versuchte man ihn mit dem Stalinpreis zu kaufen. In den folgenden Jahren geriet er immer wieder ins Feuer der offiziellen Kritik. 1974 emigrierte er nach Frankreich. Viktor Nekrassow starb 1987 in Paris. Wichtige Werke: Stalingrad (Roman, 1946, dt. 1954); In der Heimatstadt (Roman, 1954, dt. Ein Mann kehrt zurück, 1955); Zu beiden Seiten des Ozeans (Reiseskizzen, dt. 1964); Kyra Georgijewna (Kurzroman, 1961, dt. 1962); Eine kleine traurige Geschichte (Kurzroman 1989, dt. Drei Musketiere aus Leningrad, 1993).
»Nach einem vierundzwanzigstündigen Durcheinander, endlosen Angriffen, Bombardements und Artillerieüberfällen fällt es einem schwer, an diese Ruhe zu glauben. Die ganze Zeit über wittert man irgendeine Tücke.« aus: »Stalingrad«