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Rezension(en): |
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Zum 80. Geburtstag des Autors schreibt die FAZ: "Der Großironiker der DDR - ein bloßer Jasager war er nicht. Bis heute ist das bevorzugte Werkzeug des Erzählers Kant die lockere Zunge des Spötters geblieben. [...] Die Doktrin vom 'sozialistischen Realismus' suchte Kant zu unterlaufen durch Techniken, die dem diskontinuierlichen Erzählen westlicher Romane ähneln."
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FAZ (14.6.2006) |
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Die Lust am Fabulieren, die vielen Sprachspiele und die manchmal verzückt verspielte anspielungreiche Sprache macht dieses "Kino" für Hamburger und solche, die das noch werden könnten, zu einem Genußwerk, einem Buchfilm und Filmbuch von Rang. Hermann Kant hat im Alter mit diesem Roman noch einmal bewiesen, auf welchem Niveau und bei welchem Pegelstrich wir ihn einzuordnen haben. Und wenn es kein "Bestseller" wird, dieses Kino - was machts? |
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(Quickborn, Zeitschrift für plattdeutsche Sprache und Literatur) |
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"Kino" ist eine Meistererzählung, ein Streifzug im Liegen, politisch grundiert, auflärend, ironisch, getragen von wunderbarer Fabulierkunst, ein literarisches Vexierspiel und ein historisches Kaleidoskop, eine Unterrichtung über zeitgenössische Ökonomie und behördliche Schutzdienste, übers Beobachten und übers Erkennen, über ein leicht, aber wirklich nur leicht melancholisches Menschenbild. |
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Junge Welt (15.6.2005) |
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Großes Kino: Unser Mann in Hamburg. |
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Die Zeit (2.6.2005) |
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Hermann Kants 14. Buch ist ein fein komponierter Roman voller Zeitkolorit und Witz, Eleganz und beißender Satire. |
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Märkische Allgemeine (18.5.2005) |
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Hermann Kant
Kino
Roman
Gebunden, 203 Seiten,
Aufbau-Verlag
978-3-351-03036-0
17,90 € *) / 32,50 Sfr

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Inhalt: |
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Hamburg. An einem regnerischen Oktobertag sitzt ein alter Mann im Schlafsack auf einem nassen Boulevard. "Es ist Kunst!" erklärt er seine Aktion den Vorübergehenden. Gerade dieser ungewöhnlichen Beobachterposition gewinnt Hermann Kant überraschende, amüsante und geistvolle Einsichten über zeitgenössische Befindlichkeiten ab.
Der Ort scheint diesem neugierigen Zeitgenossen gerade recht für eine "Sinnstudie", und um Mißverständnissen vorzubeugen, plaziert er den Hinweis: "Nicht stören und nichts spenden!" Angeregt von seinen Beobachtungen, unterhält er sich und Zufallsbekanntschaften mit Anekdoten aus seiner Hamburger Kindheit wie mit jüngsten Erlebnissen. Aber ausgerechnet auf diesem unauffälligen Posten scheint er gewissen Zeitgenossen im Weg zu liegen. Weil er nun ganz genau hinsieht, wird er Zeuge eines Vorkommnisses, bei dem es um höchste Güter geht: Er begegnet einer fernöstlichen Milliardärin, die um ihre halbwüchsigen Kinder und deren schwerhörigen Hund einigen Aufwand treibt, finanziellen, organisatorischen, diplomatischen. Plötzlich ist der Beobachter irritiert durch Schein und Sein und kommt sich vor wie in einem Kinofilm.
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Hermann Kant
Hermann Kant wurde 1926 in Hamburg geboren. Er machte eine Lehre zum Elektriker. Im Zweiten Weltkreig war er Soldat, befand sich von 1945-49 in polnischer Kriegsgefangenschaft. Der Mitbegründer des Antifa-Komitees war im Arbeitslager Warschau und Lehrer an der Antifa-Zentralschule. Ab 1949 besuchte er die Arbeiter- und Bauern-Fakultät Greifswald und studierte von 1952 bis 1956 Germanistik in Berlin. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent und Redakteur. Er lebt seit 1962 als freier Schriftsteller in Berlin. Von 1978 bis 1989 war er Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR.
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