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Bernhard H. Bayerlein
AVG | Presse / Veranstaltungen

     
Bernhard Bayerlein
Der Verräter, Stalin, bist Du!

Vom Ende der linken Solidarität. Komintern und kommunist. Parteien im Zweiten Weltkrieg 1939-1941
Beitrag: Wolfgang Leonhard, Vorwort: Hermann Weber Helmut Ettinger, Bernhard H. Bayerlein
Gebunden, 540 Seiten,

Erschienen bei: Aufbau-Verlag
978-3-351-02623-3
29,95 € *) / 49,90 Sfr

 
  Inhalt:  
  Als außergewöhnliche Veröffentlichung zum 2009 bevorstehenden 70. Jahrestag des Stalin-Hitler-Paktes und des Beginns des 2. Weltkriegs sowie zum 90. Jahrestag der Gründung der Komintern legt der Aufbau-Verlag eine grundlegende, ausführlich kommentierte Chronik bis vor kurzem noch streng geheimer und unzugänglicher Dokumente aus russischen, deutschen und schweizerischen Archiven vor. Zwei zentrale globalgeschichtliche Einschnitte markieren das Themenspektrum:
o Der Bruch mit Antifaschismus und Solidarität durch die Sowjetunion und die kommunistische Parteien zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in den "dunklen Jahren" des Kommunismus als Resultat des Stalin-Hitler-Paktes von 1939 - 1941.
o Die neue Symbiose von Sowjetpatriotismus und Antifaschismus seit der Ausrufung des "Großen Vaterländischen Krieges" im Juni 1941.
Die Erfolgsgeschichte der Sowjetunion als Siegermacht des Zweiten Weltkrieges überstrahlt bis heute die Zusammenarbeit der Diktatoren und die "deutsch-sowjetische Freundschaft" von September 1939 bis Juni 1941 in der "Mitternacht des XX. Jahrhunderts" (Victor Serge). Im Focus stehen die Rolle der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und ihres autokratischen Führers und besonders die der Komintern und der kommunistischen Parteien Europas, darunter nicht zuletzt der KPD. Erstmals werden umfassende Belege für die Umpolung der kommunistischen Parteien auf den Freundschaftspakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion vorgelegt: sie belegen zunächst die unverhohlene Unterstützung des NS-Regimes, die sogar bis zum Applaus für Hitlers Weltkrieg gegen Europa und die Zivilisation ging, - und nicht zuletzt mentalitätsgeschichtlich interessante Perzeptionen wie Desorientierung, Zweifel, Unbeholfenheit und Widerspruch von Seiten der KP-Führer, der Mitglieder und der linken bis liberalen Öffentlichkeit. Sie belegen weiterhin die Umpolung auf den Widerstand gegen den Angriff der Wehrmacht auf die Sowjetunion im Juni 1941.
Politbürobeschlüsse, Instruktionen von Komintern-Generalsekretär Dimitrov, Außenkommissar Molotov und Stalin selbst an die kommunistischen Parteien, chiffrierte Telegramme, auch heute noch frappierende und schwer verdauliche Originaldokumente der KP- und NS-Propaganda, Briefe und Korrespondenzen, Programme und Manifeste, Einsatzbefehle für Geheimaufträge oder Bombenattentate hinter den Linien, Manuskripte für Radiopropaganda ergeben sich aus der Vielfalt des neu zugänglichen Archivmaterials. Die Beleuchtung der kommunistischen Politik und ihres Widerhalls in der öffentlichen Meinung als transnationales, europäisches Phänomen trägt dazu bei, die Dominanz vornehmlich nationaler Erinnerungskulturen zu durchbrechen, die bis heute, von Frankreich bis zu den baltischen und mitteleuropäischen Staaten, von Deutschland über den Balkan bis nach Rußland von Verschweigen oder verspäteter Aufarbeitung, Uminterpretieren oder diplomatischem Taktieren geprägt sind.
Schweigen zu KZs und Judenverfolgungen - Beifall zu Hitlers Krieg - Verzicht auf Widerstand und seine problematische Wiederaufnahme.
Berührt werden Tabus der europäischen Erinnerung, Ursprungsmythen werden infrage gestellt. Als Inneneinsichten illustriert werden jene Orwellschen Mechanismen und Visionen, manipulative Propaganda und Rhetorik, die im Namen des Kommunismus und der Verteidigung der Sowjetunion tatsächlich Europa der Kriegsmaschinerie Hitlers auslieferten. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen wurden für die Komintern-Propaganda England und Frankreich zum Hauptfeind, nicht der Aggressor Hitlerdeutschland. Thälmann und andere deutsche Kommunisten wurden genauso in Stich gelassen wie unangepaßte europäische Intellektuelle unterdrückt. Der spätere DDR-Staatschef Walter Ulbricht forderte, das Wort "Nazi" aus dem Wortschatz der KPD zu streichen und verhöhnte die Exilschriftsteller. Überwiegend schwiegen Kommunistische Internationale und KPD zu KZs und Judenverfolgung - die sowjetische Staats- und Außenpolitik ohnehin.
Durch die innovative Präsentation von Dokumenten, Chronologien, Kommentaren und Abbildungen entsteht eine Collage, die mit ihrem Staccato der Instruktionen und Reaktionen die Tiefe des Bruchs einer seit dem XIX. Jahrhundert von der Linken geprägten politischen Kultur adäquat zum Ausdruck bringt.
Doch solch pervertiertes Denken und Handeln schockierte weltweit Antifaschisten und linke wie liberale Intellektuelle. Stellungnahmen und Korrespondenzen von Thomas und Heinrich Mann, George Orwell, Octavio Paz, Julien Gracq, John Strachey, Willy Brandt, Paul Nizan, Willi Münzenberg, Alexander Neill, Wilhelm Reich u.a. verdichten sich zu einer aufwühlenden zeitgeschichtlichen Debatte, die im Band neu entdeckt und damit gleichsam konstituiert wird.
So schleuderte Willi Münzenberg, der geniale ehemalige KPD-Propagandist, dem russischen Diktator den Bannstrahl "Der Verräter, Stalin, bist Du!" entgegen, der dem Buch den Titel gab. Kurz vor seinem mysteriösen Tod in Südfrankreich, hatte einer der vom NS-Regime meistgefürchteten Gegner, der Erbauer eines Presse- und Medienimperiums der Komintern, das selbst mit dem Hugenbergs konkurrieren konnte, in der Pariser Exilzeitschrift "Die Zukunft" geschrieben:
"Frieden und Freiheit müssen verteidigt werden, gegen Hitler und Stalin. Der Sieg muß gegen Hitler und Stalin erkämpft [...] werden […]. Jahrelang hat eine ausgehaltene Presse gehetzt und verleumdet, hat Hunderte von niederträchtigen Lügen verbreitet, Tausende tapfere Arbeiter verdächtigt, keine Nummer der ›Volkszeitung‹ [der KPD] erschien, die nicht hundertmal wiederholte: ›Nieder mit dem Schädling, nieder mit dem Verräter.‹ Heute stehen in allen Ländern Millionen auf, sie recken den Arm, rufen, nach dem Osten deutend: Der Verräter, Stalin, bist Du!"
Das im Rahmen der Deutsch-Russischen Historikerkommission entstandene Werk enthält neben einem Vorwort von Hermann Weber aufschlußreiche Zeitzeugenberichte, die Wolfgang Leonhardt in einem Exklusivbeitrag zusammengestellt hat. Autor Bernhard H. Bayerlein stellt im einführenden Essay die Dokumente in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang und benutzt das von Walter Benjamin als Reaktion auf den Pakt entwickelte Paradigma des "inneren Verrats" der Politik als Analyseinstrument.
Vom Pakt mit Hitler zur Verteidigung Moskaus vor der Wehrmacht - Die Dramaturgie der globalgeschichtlichen Zäsuren 1939-1941.
o Zunächst werden der Abschluß des "Stalin-Hitler-Pakts", dem ein Freundschaftspakt folgte, die Rolle der Komintern sowie die teils traumatischen, teils ungläubigen Reaktionen der Kommunisten und der öffentlichen Meinung (August bis September 1939) problematisiert.
o Im zweiten Teil (September bis November 1939) werden frappierende Reaktionen und Instruktionen der Komintern zu Beginn des Zweiten Weltkriegs dargestellt; darunter das ausdrückliche Verbot an die kommunistischen Parteien, Polen in welcher Form auch immer gegen den Überfall Hitlers zu verteidigen. Zugleich wird graduell das Ende des Antifaschismus dekretiert, was widersprüchliche Reaktionen und Oppositionen nach sich zieht.
o In Teil drei wird der "Winterkrieg" der Sowjetunion gegen Finnland (1939/40) als Zerreißprobe für die finnischen Kommunisten genauso wie für die Linke und die öffentliche Meinung in Europa dokumentiert - darunter mit einem unveröffentlichten Brief des jungen Willy Brandt.
o Im vierten Teil wird die trotz des deutschen militärischen Vormarsches in Europa andauernde Freundschaft der Sowjetunion mit Hitlerdeutschland bis September 1940 illustriert. Dabei versuchen die kommunistischen Parteien den unmöglichen Spagat zwischen Sympathie mit, Anpassung an und Opposition gegen das nationalsozialistische Deutschland. Die Angriffe der Wehrmacht auf Belgien, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und schließlich, als Symbol der Herrschaft der Barbarei über Europa, die Niederlage Frankreichs werden teilweise beklatscht, teilweise hingenommen. Mit dem Aggressor wird verhandelt, um einen legalen Status der KP und ihrer Presse unter deutscher Besatzung zu erreichen. Sogar die KPD-Führung spekuliert auf eine Legalisierung der Partei: Dafür sollen deutsche Kommunisten "legal" ins Hitlerreich zurückkehren.
o In Teil fünf werden unterschiedliche Netzwerke und Aspekte des europäischen Kommunismus in den äußerst spannenden letzten sechs Monaten vor Hitlers Überfall (November 1940 bis Juni 1941) beleuchtet, die den Eindruck eines verlorenen Doppelspiels Stalins und der Sowjetunion vermitteln. Nach dem Besuch Molotows in Berlin im November 1940 verstärken sich die Krisenerscheinungen in den offiziell weiterhin freundschaftlichen Beziehungen. Die kommunistischen Parteien werden nun zwar propagandistisch stärker gegen das deutsche Vordringen in Europa ausgerichtet, doch bis auf kleine Nadelstiche durfte es einen antifaschistischen Widerstand weiterhin nicht geben. Bezeichnenderweise unternimmt Stalin einen Monat vor dem längst beschlossenen Überfall auf die Sowjetunion sogar noch einen Versuch, Hitler freundlich zu stimmen: Er schlägt die Auflösung der Komintern vor, vermutlich als eine Art Versöhnungsopfer, hatte sich jedoch wiederum verkalkuliert, da die Zeit abgelaufen war.
o Nach der Katastrophe des Überfalls Hitlers auf die Sowjetunion im Juni 1941 und Stalins ungläubigem Zögern werden Komintern und kommunistische Parteien um 180 Grad gewendet und auf einen neuartigen, totalen Widerstand mit allen Mitteln ausgerichtet. Dokumentiert werden dramatische Momente des Vormarsches auf Moskau, die Evakuierung der Komintern und ihrer zentralen Kader - darunter Ulbricht und Pieck - hinter den Ural, der Heroismus und die befreiende Wirkung bei vielen, nun gegen den Faschismus kämpfen zu können, die oft selbstmörderischen Einsätze und Fallschirmmissionen hinter den Linien, der individuelle Terror, der Sowjetpatriotismus und die neuen Bündnisse mit den ehemaligen Todfeinden bis zum Stocken der Wehrmacht vor Moskau. Die Geburt unterschiedlicher Widerstandsstrategien in Europa entsprang der neuen Symbiose von russischem Patriotismus, Nationalismus und einem neuartigen Antifaschismus im "Großen Vaterländischen Krieg". Hinterfragt werden sowjetisch-europäische Ursprungsmythen bspw. um die kommunistische Résistance oder die (ausgebliebene) sowjetische Hilfe für den jugoslawischen Freiheitskampf. Im besetzten Frankreich kennzeichnen Ambivalenzen den Beginn des Widerstands: Den von Dimitrov und der illegalen KP Frankreichs befohlenen Attentaten gegen deutsche Soldaten folgten barbarische Geiselerschießungen zumeist junger Kommunisten durch französische Polizei und deutsche Besatzer, eine Tragödie, die zur Hypothek wurde. Bei aller notwendigen und gerechtfertigten Anspannung der Kräfte gegen die deutschen Angriffe oder die Besatzungsregime kommt die Verbreitung der individuellen Terrormethoden und des übersteigerten Nationalismus über ganz Europa einem folgenschweren Tabubruch mit den Traditionen der Kommunistischen Internationale und der Arbeiterbewegung gleich.
o Als Abschluß des Bandes beleuchtet ein Ausblick auf die Jahre 1942 und 1943 die Tiefe des Strategiewechsels und die neuen Aufgaben der kommunistischen Parteien: man bewegt sich endgültig weg von einer internationalistischen und revolutionär ausgerichteten Mission und hin zum Aufbau "nationaler Fronten" in allen Ländern und dem Bündnis mit De Gaulle, Churchill und Roosevelt. Rundfunkpropaganda und Kriegsgefangenenpolitik begleiten die Transformierung der Komintern zu einer Geheimorganisation und schließlich zu ihrer Auflösung auf dem Höhepunkt des 2. Weltkriegs im Mai 1943, zu der neue, überraschende Erklärungsansätze geliefert werden.

o Kontakt zum Autor: bernhard.bayerlein@mzes.uni-mannheim.de (+49 221 422706).
o Rezensionsanfragen bitte an die Pressestelle Frau Andrea Doberenz: doberenz@aufbau-verlag.de
(+49 30 28394-233) oder den Autor.
o Anfragen für Buchpräsentationen und Lesungen bitte an Aufbau Verlag / Frau Monika Rettig:
rettig@aufbau-verlag.de (+49 30 28394288) oder den Autor.
o Titel auf der Verlagshomepage: http://www.aufbauverlag.de/index.php4?page=28&&show=15678.
o Autorenhomepage: http://www.dr-bayerlein.eu/index.php?act=recentbooks_verraeter.

"The Betrayer, Stalin, is you!" (Published in German)
The End of Left Solidarity. Soviet Union, Comintern and Communist Parties During World War II. 1939-1941.
By Bernhard H. Bayerlein. With a contemporary witness report by Wolfgang Leonhard.
Berlin, Aufbau Verlag.
ISBN 978-1-934110-80-5, hardback, €29,95.

In due time before the 70th anniversary of the conclusion of the Stalin-Hitler-Pact and the beginning of World War II Aufbau Publishers in Berlin present an elaborate and thoroughly commentated chronicle of hitherto highly confidential, unpublished and less known documents from Russian, German and Swiss Archives. The thematic spectrum of this innovative presentation of still controversial historical context and original sources ranges between two central turning points of global history:
o The rupture of Antifascism and Solidarity perpetrated by the Soviet Union and the Communist Parties at the beginning of the Second World War during the "dark years" following the Stalin-Hitler-Pact from 1939 to 1941.
o The beginning of antifascist resistance within the new symbiosis of Soviet Patriotism and Antifascism since the proclamation of the "Great Patriotic War" after Hitler's attack against the Soviet Union in June 1941.
The success story of the Soviet Union as victorious force of World War II outshined the collaboration of the two dictators Stalin and Hitler and the official "German-Soviet Friendship" from September 1941 to June 1941 when it was "Midnight in the Century" (Victor Serge). The main focus of this book is the double turn-over of the communist parties, their adaptation to the pact with Germany, and their new role during World War II after Germany's attack against the Soviet Union. It sheds light on the decisive role played by Soviet and Comintern leaders like Stalin, Molotov, Manuil'skiy and Dimitrov and national communist functionaries like Earl Browder, Walter Ulbricht, Palmiro Togliatti; yet, room is given to reflect the role of legal and illegal communist cadres and connections all over the world, from Iceland to Yugoslavia, from China to the Unites States, from Italy to Germany.
For a first period, the book uncovers the unconcealed support to the Nazi Regime, going as far as the applause for Hitler's War against Europe and the whole civilization - but also the hesitations, the disoriention, the discomfort and the opposition within the communist movement, as well as the intermediate positions of the Comintern since summer 1940. Resistance against the Pact came from the highest ranks of international communism, like the German communist propaganda genius Willi Münzenberg, who shortly before his mysterious death wrote a furious article against the volt-face of Soviet politics, concluding with "The betrayer, Stalin, is you!"
Further, the documents substantiate the change of polarity to anti-German resistance by all means as a consequence of the invasion of the Soviet Union by the Wehrmacht after June 21, 1941, the beginning of communist resistance in Europe and some of the consequences and contradictions immanent to the concept of the "Great Patriotic War" including the use of individual terror as war tactics by the Communist parties.

The innovative visualisation by means of collage techniques reflects the multiplicity of the new documents which became accessible through the opening of the archives: Politbureau decisions, instructions by the Comintern leadership or the Foreign Commissary Molotov, coded telegrams, diary entries, informal remarks and decisive corrections by Stalin towards the Communist Parties, letters and correspondences, programs and manifestos, orders for operations behind the lines of the occupied countries, manuscripts and manuals for radio propaganda on one hand, public statements and other types of reaction by the left and liberal intellectual elites on the other.
The elucidation of communist politics and its resonance in public opinion as a transnational and European phenomenon induces to overcome the predominance of mostly national cultures of historical memory which are still vigorous in Europe, characterized by concealment, a very late appropriation of the own history, or rhetorical readjustments and diplomatic tactics. In this sense, the book touches major taboos of historical memory and questions some of the original myths of German, French, Russian, Yugoslavian or Bulgarian history. It allows inside views into the mechanisms of manipulative mass propaganda and rhetorics described by George Orwell (elucidating Walter Benjamin's paradigm of "inner betrayal"), which in the name of Communism and the defence of the Soviet Union until 1941 contributed to surrender Europe and the world to Hitler's war machinery.
Read more about "The Betrayer, Stalin, is You!" at
o http://www.aufbau-verlag.de/index.php4?page=28&&show=15678 (under construction)
o http://www.dr-bayerlein.eu/index.php?act=recentbooks_verraeter
o Contact the author at bernhard.bayerlein@mzes.uni-mannheim.de (+49 221 422706).
o For review copies, contact Mrs. Andrea Doberenz at doberenz@aufbau-verlag.de (+49 30 28394233).
o For inquieries concerning book presentations, contact Mrs. Monika Rettig, rettig@aufbau-verlag.de (+49 30 28394288) and the author.
 
 
       
  Bernhard Bayerlein
und weitere Herausgeber:

Bernhard H. Bayerlein, Historiker und Romanist am Zentrum für Europäische Sozialforschung der Universität Mannheim. Autor historischer und regionaler Studien und Editionen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Portugal; publizierte u.a. Archives de Jules Humbert-Droz (Amsterdam - Boston - Zürich 1983-2001); Georg Dimitroff: Tagebücher (Berlin 2000), Paris - Berlin - Moscou. Télégrammes chiffrés du Komintern (Paris 2003), Der Thälmann-Skandal (mit Hermann Weber, Berlin 2003), Deutscher Oktober 1923. Ein Revolutionsplan und sein Scheitern (Berlin 2003), Mitherausgeber des "Jahrbuchs für historische Kommunismusforschung" (Berlin), Herausgeber des "International Newsletter of Communist Studies/Online" (Mannheim - Berlin).

Wolfgang Leonhard, geb. 1921 in Wien, Historiker, Publizist, Ostexperte; kam 1935 mit seiner Mutter Susanne in die Sowjetunion, nach Ausbildung an der Kominternschule seit 1943 Mitwirkung im Nationalkomitee "Freies Deutschland", traf im Mai 1945 mit der "Gruppe Ulbricht" in Berlin ein, dort im Propaganda-Apparat der Partei tätig bis zur Flucht nach Jugoslawien im März 1949. Sein Erlebnisbericht "Die Revolution entläßt ihre Kinder" (1955) wurde ein Bestseller. Weitere Publikationen: Völker hört die Signale. Die Anfänge des Weltkommunismus 1919-1924 (München 1989); Am Vorabend einer neuen Revolution. Die Zukunft des Sowjetkommunismus (München 1990); Meine Geschichte der DDR (Berlin 2007).

Natalja Sergejewna Lebedewa, russische Historikerin und Mitarbeiterin des Instituts für Allgemeine Geschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften. Machte sich vor allem um die wissenschaftliche Aufarbeitung des Massakers von Katyn und der Geschichte der sowjetisch-baltischen Beziehungen verdient. Wurde für die Publikation der Katyn-Dokumente 2005 mit dem Verdienstorden der Republik Polen geehrt. Publizierte u. a.: Komintern i Vtoroja Mirovaja Vojna [Die Komintern und der Zweite Weltkrieg], 2 vols. (Moskau 1994-1994); Katyn'. Prestuplenie protiv ?elove?estva [Katyn. Verbrechen gegen die Menschheit (Moskau 1994); Katyn: A Crime Without Punishment (New Haven 2008).

Michail Matwejewitsch Narinski, geb. 1942 in Moskau, russischer Historiker und Politikwissenschaftler, Professor für Geschichte der internationalen Beziehungen am Moskauer Staatlichen Institut für internationale Beziehungen (MGIMO). Publizierte u. a.: Centre and Periphery. The History of the Comintern in the Light of New Documents (Amsterdam 1996); Komintern i Vtoroja Mirovaja Vojna, 2 vols. (Moskau 1994-1994); SSSR i Francija v gody Vtoroj mirovoj vojny [Die UdSSR und Frankreich im 2. Weltkrieg] (Moskau 2006).

Gleb Albert, geb. 1981 in Moskau, Doktorand und Mitherausgeber des "International Newsletter of Communist Studies/Online" (Mannheim - Berlin).

Hermann Weber, geb. 1928, emeritierter Professor für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte der Universität Mannheim, Nestor der historischen Kommunismusforschung in Deutschland (u. a. Die Wandlung des deutschen Kommunismus, Frankfurt/Main 1969), Leiter des Forschungsprojekts "Komintern" der Deutsch-Russischen Historikerkommission; Gründer des "Jahrbuchs für historische Kommunismusforschung".

Kontakt zum Autor: bernhard.bayerlein@mzes.uni-mannheim.de (+49 221 422706).

Rezensionsanfragen bitte an die Pressestelle Frau Andrea Doberenz: doberenz@aufbau-verlag.de (+49 30 28394-233) oder den Autor.

Anfragen für Buchpräsentationen und Lesungen bitte an Aufbau Verlag / Frau Monika Rettig: rettig@aufbau-verlag.de (+49 30 28394288) oder den Autor.

Titel auf der Verlagshomepage:http://www.aufbauverlag.de/index.php4?page=28&&show=15678.

Autorenhomepage: http://www.dr-bayerlein.eu/index.php?act=recentbooks_verraeter.

 
 
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