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Rezension(en): |
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Einer der besten deutschen Nachkriegsromane. ... Sensationell ist, mit welcher erzählerischen Wucht und welcher emotionalen Eindringlichkeit ein verstorbener Autor uns Bewohner des wiedervereinigten Deutschlands an unsere gemeinsame Herkunft erinnert. ... Mit dem Pathos des Dabeigewesenen, aber der Lakonie des distanzierten Beobachters schreibt Bräunig einen Epochenroman von ganz unten, aus der Bergarbeiterperspektive. Düster, erratisch, existenzialistisch: Wie ein besonders sperriger Block Wahrheit ragt dieses Buch heraus aus der Kahlschlag-, Wandlungs-, Aufbau-, Produktions- und Ankunftsliteratur. ... Sein sarkastisch-unsentimentaler Stil, sein Sinn für die Sprache der Bergleute, seine lebendigen Dialoge, sein Anspielungsreichtum, seine dialektische Methode und vor allem seine Sensibilität suchen in der deutschen Gegenwartsliteratur ihresgleichen. |
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Die Zeit (3.5.2007) |
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Bewegend. |
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(Bild am Sonntag, 15.4.2007) |
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Eine detailreiche Milieustudie ... ein Musterbeispiel eines sozialistischen Entwicklungsromans, dessen Realismus zu stark für den Sozialismus war. |
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Stern (29.3.2007) |
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Bräunigs Prosa, deren häufige Tempowechsel ein ausgezeichnetes Gespür des Autors für Rhythmus offenbaren, wird erfreulich maßlos: Da gibt es Aufzählungen mit geradezu rabelaishaften Wortkaskaden, da gibt es Szenen wie im seinerzeit vorabgedruckten Rummelplatz-Kapitel, in denen sich die anbrandende, ekstatische Menschenmenge oder die freischwingende große Schaukel in ihren ausgreifenden Bewegungen geradezu sinnlich im Duktus dieser Prosa abbildet. |
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FAZ (21.3.2007) |
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Dieses Buch muß ohne Übertreibung zu den Großtaten des literarischen Frühlings 2007 gerechnet werden: die Rekonstruktion und erstmalige Komplett-Publikation von Werner Bräunigs Roman "Rummelplatz". ... Große Teile dieses packenden Werks sind von einem sprachlichen und gedanklichen Eigenwillen, der sich in keine Schablone pressen läßt. ... Das von Angela Drescher vorzüglich edierte Manuskript von "Rummelplatz" ist in der Re- wie in der Erstlektüre ein Roman von elektrisierender Kraft, wie man sie in der deutschen Gegenwartsliteratur heute selten findet. Vom Holzschliff der Papierherstellung bis zur Kobaltblüte im Stollen ist dieses Buch von einer mitreißenden Materíalität. Gegen diese "wirklichkeitsgesättigte Prosa" (Christa Wolf) schmeckt der "relevante Realismus", den einige deutsche Autoren 2005 in einem Manifest propagierten, wie Zuckerwatte. |
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FREITAG (23.3.2007) |
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Werner Bräunig schrieb mutig an gegen das Partei-Establishment, ohne die Folgen zu bedenken. Er schrieb für die Menschen des Landes, unter denen er aufgewachsen war, mit denen er gearbeitet hatte. Er wollte womöglich nicht glauben, dass die Nomenklatura der DDR künstlerische Leistungen nur duldete, wenn sie linientreu waren. Das wurde ihm zum Schicksal. |
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Sächsische Zeitung (20.3.2007) |
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Der hochgebildete Erzähler Werner Bräunig kann herrlich anschaulich schreiben und die Zügel schießen lassen. ... Der große Arbeiterroman der Deutschen Demokratischen Republik blieb ungedruckt. In seiner unkonventionellen Wahrhaftigkeit hätte er ihr zur Ehre gereicht. |
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Tagesspiegel (21.3.2007) |
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Dieser Autor bolzt Sätze raus, die so kraftvoll sind, daß man sich wundert, daß es sie zwischen Buchdeckeln hält. |
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Berliner Zeitung (20.3.2007) |
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Ich bin sehr begeistert von dem Buch. Es ist einer der ganz großen Deutschlandromane. |
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(Christoph Hein) |
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"Rummelplatz" ist ein großer deutscher Nachkriegsroman. Hätte Bräunig weitergearbeitet, wäre er ohne weiteres neben Günter Grass, Martin Walser und Heinrich Böll angekommen. |
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Süddeutsche Zeitung (20.3.2007) |
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Es ist eine verspätete Wiedergutmachung, wenn "Rummelplatz" - in einer von Angela Drescher sorgfältig rekonstruierten und mit ausführlichen Anmerkungen versehenen Fassung - in diesem Frühjahr erscheint. |
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Frankfurter Neue Presse (17.3.2007) |
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Bräunigs "Rummelplatz" ist ein literaturhistorisches Ereignis - und ein Hammer von Roman. |
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Der Spiegel (19.3.2007) |
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Wir finden, dieser Roman hat den Preis der Leipziger Buchmesse absolut verdient. |
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ARD (TTT, 18.3.2007) |
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Werner Bräunig
Rummelplatz
Roman
Herausgeber: Angela Drescher, Vorwort: Christa Wolf
Gebunden, 768 Seiten,
Aufbau-Verlag
978-3-351-03210-4
24,95 € *) / 47,60 Sfr

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Inhalt: |
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Der berühmteste ungedruckte Roman der Nachkriegszeit
Eine literarische Sensation: nach 40 Jahren erstmals veröffentlicht
Schlimmer als die Ruinen sind kurz nach Kriegsende die Entwurzelung und der desolate Zustand der Menschen. In der "Wismut", dem riesigen Abbaubetrieb für Uranerz, treffen sie aufeinander, die Heimkehrer und Glücksritter, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. Dieser Staat im Staate spiegelt die Situation in der einen deutschen Republik, den verbissenen Aufbauwillen ebenso wie sich abzeichnende Fehlentwicklungen, die im 17. Juni 1953 kulminieren. Werner Bräunig schlägt in seinem Roman den Bogen vom Erzgebirge bis zum Rhein. Dieses großartige Panorama des Nachkriegsdeutschlands vermittelt ein so ungeschminktes Bild der frühen Jahre, daß der Roman in die Kritik von Ulbricht und Honecker geriet und nicht veröffentlicht werden konnte.
Was der verbotene DEFA-Streifen "Spur der Steine" für den Film darstellte, ist "Rummelplatz" für die Literatur. In keinem anderen Roman sind die Gründerjahre in Ost und West so ungeschönt und dabei literarisch gelungen dargestellt. Nun wird er erstmals vollständig publiziert.
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Werner Bräunig
Werner Bräunig wurde 1934 in Chemnitz geboren. Nach umtriebigen Jugendjahren, u. a. als Gelegenheitsarbeiter in Westdeutschland, arbeitete er in Fabriken und Bergwerken, darunter im Uranbergbau der Wismut-AG. Als schreibender Arbeiter trug er auf der Bitterfelder Konferenz den Aufruf "Greif zur Feder, Kumpel" vor. Nach dem Studium am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" war er dort Oberassistent. 1965 wurde auf dem berüchtigten 11. Plenum der SED ein Vorabdruck aus dem Roman "Rummelplatz" so heftig angegriffen, dass der Roman nicht mehr erscheinen konnte. 1976 starb Werner Bräunig in Halle mit 42 Jahren.
Wichtigste Veröffentlichungen: Prosa schreiben (Essays, 1968); Gewöhnliche Leute (Erzählungen, 1969, erweiterte Ausgabe 1971); Ein Kranich am Himmel. Unbekanntes und Bekanntes (1981), Rummelplatz (Roman, 2007).
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