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  Rezension(en):  
  Die Herausgeberinnen haben Bewundernswertes geleistet und im Kommentarteil den zeitgeschichtlichen Hintergrund analytisch und erhellend aufbereitet. Die Anmerkungen lesen sich fast so spannend wie die Briefe. Der Band „Tage wie Staubsand“ ist ein Zeitdokument ersten Ranges, manches lässt sich nun mit dem Abstand der Jahre besser verstehen.  
  Sächsische Zeitung (Monika Melchert, 1.6.2010)  
  Die Herausgeberinnen dieser Edition haben sich enorm angestrengt. Sie wählten ja für diesen zweiten Band nicht nur Briefe aus, sie haben, um sie zu erläutern, jeden gefragt, der etwas wissen könnte, sie haben gesucht und überprüft und weiter gesucht und mit Geduld, Ausdauer und Akribie alles getan, was jetzt zur Erhellung des privaten und zeitgeschichtlichen Hintergrunds beiträgt.  
  Neues Deutschland (Klaus Bellin, 1.6.2010)  
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Anna Seghers, Briefe 1953-1983
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Anna Seghers
Briefe 1953-1983

Tage wie Staubsand. Werkausgabe, Band V/2
Herausgeber: Almut Giesecke, Christiane Zehl Romero
Leinen, 752 Seiten,

Erscheint bei: Aufbau-Verlag
978-3-351-03474-0
42,00 € *) / 68,00 Sfr

 
  Inhalt:  
  Mehr als in den Briefen aus früheren Jahren spricht Anna Seghers hier von sich selbst, vor allem in den Briefen an ihre engsten Freunde Jorge Amado und Ilja Ehrenburg. Ihnen gesteht sie ihre Einsamkeit ein, die sie trotz aller äußeren Erfolge empfindet. Den Vertrauten gegenüber muss sie die restriktiven Kampagnen und politischen Ereignisse dieser Zeit nicht kommentieren. Stattdessen spricht sie von ihrer Trauer und ihrer Sehnsucht nach Freude: Bekenntnisse, die ein differenzierteres Bild der Autorin vermitteln. Hinzu kommen Einblicke in die Überlastungen dieses Lebens, denen sie bis zuletzt lebensmutig und kreativ entgegentrat.
Mit Briefen an Erwin Piscator, Lion und Marta Feuchtwanger, Lenka Reinerová, Helene Weigel, Volker Braun, Carl Zuckmayer, Günter Kunert, Stephan Hermlin, Lew Kopelew, Peter Huchel, Christa Wolf u. v. a.

Der Abschlussband der ersten umfassenden Briefedition vermittelt ein ungewöhnliches Bild der weltberühmten Autorin. Mit unbekannten Briefen an Thomas Mann, Ilja Ehrenburg, Jorge Amado, Pablo Neruda, Marcel Reich-Ranicki, Heinrich Böll, Volker Schlöndorff u. v. a.
 
 
       
  Anna Seghers
Netty Reiling wurde 1900 in Mainz geboren. (Den Namen Anna Seghers führte sie als Schriftstellerin ab 1928.) 1920-1924 Studium in Heidelberg und Köln: Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie. Erste Veröffentlichung 1924: „Die Toten auf der Insel Djal“. 1925 Heirat mit dem Ungarn Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin. Kleist-Preis. Eintritt in die KPD. 1929 Beitritt zum Bund proletarisch- revolutionärer Schriftsteller. 1933 Flucht über die Schweiz nach Paris, 1940 in den unbesetzten Teil Frankreichs. 1941 Flucht der Familie auf einem Dampfer von Marseille nach Mexiko. Dort Präsidentin des Heinrich-Heine-Klubs. Mitarbeit an der Zeitschrift „Freies Deutschland“. 1943 schwerer Verkehrsunfall. 1947 Rückkehr nach Berlin. Georg-Büchner-Preis. 1950 Mitglied des Weltfriedensrates. Von 1952 bis 1978 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz. 1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. 1983 in Berlin gestorben. Romane: Die Gefährten (1932); Der Kopflohn (1933); Der Weg durch den Februar (1935); Die Rettung (1937); Das siebte Kreuz (1942); Transit (1944); Die Toten bleiben jung (1949); Die Entscheidung (1959); Das Vertrauen (1968). Zahlreiche Erzählungen und Essayistik.
www.derkanon.de

 
  Weitere Titel:
Aufstand der Fischer von St. Barbara (TB)
Seghers, Werkausgabe
Briefe 1924-1952
Briefe 1953-1983
Das dicht besetzte Leben (TB)
Das siebte Kreuz (TB)
Der Ausflug der toten Mädchen (TB)
Der gerechte Richter (TB)
Der Kopflohn (TB)
Die schönsten Erzählungen
Die schönsten Märchen und Legenden (TB)
Erzählungen 1950-1957
Erzählungen 1958-1966
Erzählungen 1967-1980
Geschichten von Frauen (TB)
Hier im Volk der kalten Herzen (TB)
Jans muß sterben (TB)
Romane und Erzählungen
Transit (TB)
Und ich brauch doch so schrecklich Freude
 
  Veranstaltungen des Autors
27.09.2010
Anna Seghers
Studio im Hochhaus, Zingster Straße 25, 13051 Berlin: Almut Giesecke (Hg.) stellt den Briefband von Anna Seghers vor.
06.09.2010
Anna Seghers
Literaturhaus Magdeburg, Thiemstr. 7, 39104 Magdeburg. Carmen-Maja Antoni und ihre Tochter Jenny Antoni lesen aus dem Band „Tage wie Staubsand. Briefe 1953-1983“ von Anna Seghers
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.