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  Rezension(en):  
  Tief und schmerzvoll, dabei tröstlich und voll Humor, wie ihn nur das Leben selbst stricken kann ist diese wunderliche Geschichte.  
  Nürnberger Nachrichten (21.3.2006)  
  Mueller-Stahl macht diese Vergangenheitssuche zu einem Epos von der Kraft der Kunst, von der Grausamkeit des Krieges und der Verantwortung des Einzelnen. Es greift, was er schreibt, tief in die Seele – seiner literarischen Gestalten und seiner Leser.  
  Lausitzer Rundschau (7.1.2006)  
  Ein spannendes Stück Literatur.  
  (Nord-West-Zeitung, 11.1.2006)  
     
Armin Mueller-Stahl
Venice

Ein amerikanisches Tagebuch. Vorzugsausgabe. Gesamter Zyklus "Venice"
Essay: Hans-Dieter Sommer, Holger Teschke
Gebunden, 192 Seiten,

Erscheint bei: Aufbau-Verlag
978-3-351-02610-3
980,00 € *) / 1656,00 Sfr

 
  Inhalt:  
  Eine bewegende Geschichte abseits von Hollywood

"Geschichten liegen auf der Straße. Man muß sich nur bücken, um sie aufzuheben". Armin Mueller-Stahl fand eine von ihnen in Los Angeles, wo er einen Großteil des Jahres lebt und arbeitet. Es ist die geheimnisvolle Geschichte eines ehemaligen Bankdirektors, der sich zum Ausstieg aus seinem früheren Leben entschlossen hat und nun als Obdachloser in den Straßen von Venice Beach lebt.

Mueller-Stahl übernimmt in diesem fiktiven Tagebuch die Rolle des Flaneurs, der in Venice Beach einem der vielen jenseits des Glamours von Hollywood gestrandeten Obdachlosen begegnet und beschließt, einen Dokumentarfilm über ihn zu machen. Denn dieser Homeless ist anders. Mueller-Stahl begibt sich mit diesem Mann, den er bald seinen "Freund aus Venice" nennt, auf die spannende Suche nach dessen Vater, einem faszinierenden Jazzgitarristen, der im Zweiten Weltkrieg als deutscher Soldat unter Rommel am Afrika-Feldzug teilnahm, später aus einem Kriegsgefangenenlager in New Mexico ausbrach und sein Leben lang unter falscher Identität auf der Flucht war. Doch wovor genau? War er in Kriegsverbrechen verwickelt?

Diese Spurensuche wird zu einem Vexierbild des Lebens in Venice Beach, in dem der Autor, Schauspieler und Maler Armin Mueller-Stahl als reale Person eingreifend und reflektierend immer wieder neben die Handlung tritt, sie spiegelt, sich ihr nähert, ihren Fortgang beeinflußt, mit Worten ebenso wie mit Skizzen, Porträts und Momentaufnahmen das Geheimnis dieser Figur einkreist und zu fassen sucht. So entstand ein wunderbarer Bild-Text-Band, in dem sich Fiktion und Realität auf reizvolle Weise mischen und der uns die komplexe Künstlerpersönlichkeit Armin Mueller-Stahls nahebringt.

"Das Malen, Schreiben, Musizieren und die Schauspielerei gehören für mich einfach zusammen." Armin Mueller-Stahl


 
 
       
  Armin Mueller-Stahl
Armin Mueller-Stahl, geboren 1930, ist nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Schauspieler überhaupt, sondern auch ein begnadeter Geiger, Maler und Erzähler. Bevor er zum Schauspielberuf wechselte, absolvierte er ein Geigen- und Musikwissenschaftsstudium, das er 1949 mit dem Examen zum Musiklehrer abschloß. Seit 1952 avancierte er mit unzähligen Theater- und Filmrollen (u. a. in "Königskinder", "Nackt unter Wölfen" und "Jakob der Lügner") zu den bekanntesten und beliebtesten Schauspielern der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verließ 1980 die DDR und setzte seine Karriere nicht nur in Westdeutschland, wo er u.a. mit Rainer Werner Faßbinder ("Lola", 1981) drehte, sondern auch international erfolgreich fort. Zu seinen bekanntesten Filmen zählt "Oberst Redl" (1985) von Istvan Szabo. 1989 gelang ihm mit "Music Box" unter der Regie von Constantin Costa-Gavras auch in Hollywood der Durchbruch. Es folgten Arbeiten mit Barry Levinson ("Avalon"), Jim Jarmusch ("Night on Earth"), Steven Soderbergh ("Kafka") und Volker Schlöndorff ("Der Unhold"). Für seine Nebenrolle des Vaters des australischen Pianisten David Helfgott in "Shine" wurde Mueller-Stahl 1997 für den Oscar nominiert. Im gleichen Jahr debütierte er mit seinem Film "Conversation with the Beast" als Regisseur. 2001 kehrte er in der Rolle Thomas Manns in Heinrich Breloers Familiensaga "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" auf deutsche Bildschirme zurück und erhielt für seine darstellerische Leistung den Grimme-Preis. Seit langem ist Armin Mueller-Stahl auch als Erzähler bekannt. 1981 erschien "Verordneter Sonntag", es folgten u. a. "Drehtage" (1991), Unterwegs nach Hause (Erinnerungen, 1997), "In Gedanken an Marie-Louise. Eine Liebesgeschichte", 1998 und "Rollenspiel. Ein Tagebuch während der Dreharbeiten für den Film "Die Manns" (2001). In der Aufbau Verlagsgruppe erschienen von ihm: "Hannah" (Erzählung, 2004), "Unterwegs nach Hause" (Erinnerungen, 2005), "Venice. Ein amerikanisches Tagebuch" (2005) und der zweisprachige Bildband "Portraits. Malerei und Zeichnung - Painting and Drawing" (2006).
 
  Weitere Titel:
Die Jahre werden schneller
Hannah (TB)
Kettenkarussell (TB)
Portraits
Portraits
Unterwegs nach Hause (TB)
Venice
Venice
Venice
Venice
Venice
Venice
Venice (TB)
Verordneter Sonntag (TB)
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.