Joseph von Eichendorff
Joseph Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März 1788 auf dem oberschlesischen Schloß Lubowitz bei Ratibor, dem heutigen Racibórz, geboren und starb am 26. November 1857 in Neiße. Nach der Schulzeit in Breslau studierte er Jura in Halle, Heidelberg und Wien. 1816, mit seinem Eintritt in den Staatsdienst, begann eine Beamtenlaufbahn, die ihn von Breslau über Danzig nach Königsberg und Berlin führte. 1844 wurde er als Geheimer Regierungsrat in den Ruhestand versetzt. Danach lebte er in verschiedenen Städten, u. a. in Wien, Dresden und Berlin. Wichtige Publikationen: "Ahnung und Gegenwart" (1815), "Das Marmorbild" (1817), "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826), "Dichter und ihre Gesellen" (1834), "Das Schloß Dürande" (1836), "Gedichte" (1837), "Geschichte der poetischen Literatur Deutschlands" (1856), "Sämtliche Werke" (1864, postum).
»Im Osten graut’s, der Nebel fällt, Wer weiß, wie bald sich’s rühret! Doch schwer im Schlaf noch ruht die Welt, Von allem nichts verspüret. Nur eine frühe Lerche steigt, Es hat ihr was geträumet Vom Lichte, wenn noch alles schweigt, Das kaum die Höhen säu