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Martin Andersen Nexø
Martin Andersen Nexø wurde am 26. Juni 1869 in Kopenhagen geboren. 1877 Übersiedelung der Familie Andersen nach Neksø auf die Insel Bornholm, Arbeit als Hütejunge und Dienstmann. Nach Beendigung einer Schuhmacherlehre Besuch der traditionsreichen Volkshochschule in Askov, danach Lehrer in Odense auf der Insel Fünen, literarisch-journalistische Betätigung. 1894-1896 Reise nach Italien und Spanien, um eine Tuberkulose auszuheilen. Seit 1910 längere Reisen nach Deutschland, wo er von 1923 bis 1929 seinen festen Wohnsitz hat. 1925 heiratet er in dritter Ehe Johanna May aus Karlsruhe. Andersen Nexö unterstützt alle wichtigen internationalen Aktionen gegen Faschismus und Krieg und nimmt an den Schriftstellerkongressen zur Verteidigung der Kultur in Paris und Madrid teil. Während der deutschen Besetzung Dänemarks 1941 verhaftet, 1943 Flucht nach Schweden, 1944 Exil in Moskau, 1945 Rückkehr nach Dänemark. 1951 Übersiedelung in die DDR, wo er in Dresden-Weißer Hirsch eine Ehrenwohnung bezieht. Hier stirbt Andersen Nexø am 1. Juni 1954. Die Beisetzung erfolgt in Kopenhagen, wo auch sein literarischer Nachlaß betreut wird.
»Es ist der Verdienst des Berliner Aufbau Taschenbuch Verlags, das Werk in einem, mehr als 700 Seiten starken Band wieder zugänglich zu machen. "Literatur, die bewegt ohne zu beschönigen, die...ein trauriges Ende wagt, wo es die poetische Gerechtigkeit erfordert, die eine Botschaft enthält, ohne sich der Tendenz zu überantworten, die das Herz erreicht, ohne den Verstand zu beleidigen. Das ist seit jeher die schwerste Aufgabe eines literarischen Kunstwerks. Martin Andersen Nexö meistert sie mit seiner 'Ditte' glänzend" - wie Tilman Spreckelsen in seinem Nachwort schreibt.
Buch-Info«
»Das Werk ist, wie Anderson Nexö im Nachwort betonte, geschrieben, um "die Herzen weich zu machen" und die Zeitgenossen auf die unmenschlichen Bedingungen aufmerksam zu machen, unter denen das Proletariat zu Beginn der Industrialisierung zu lebenhatte. Die literarische Gestaltung dieses Anliegens ist ihm voll gelungen und macht das Buch auch heute noch lesenswert.
Buch-Info«
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